Der Georgstag 2014

Erschienen am 24. Juni 2014 in Berichte

Lioba Ritter

 

Alle stehen im Kreis, in der Mitte ein Feuer. Die Arme sind gekreuzt, rechter Arm über den linken. Eine Gitarre ertönt, dazu singen alle; „Nehmt Abschied Brüder, gut Pfad auf Wiedersehen“. Wir lösen uns voneinander, drehen uns um und schauen, ob alles zusammengepackt ist; Zelte, Töpfe, Kostüme, Rücksäcke. Sind alle Kinder da? Und los geht’s.

Auf dem Heimweg erzählen uns die Kinder von ihren Erfahrungen und berichten, was sie alles gemacht haben. „Ich habe einen Pavillon aus Ästen gebaut“, heißt es da, oder: „Wir haben geschnitzt und dann Feuer selbst gemacht.“ Alle sind zufrieden, sowohl Leiter, als auch Kinder.

Ja, das Georgslager der Diözese Erfurt war ein Erfolg. 80 Menschen, Leiter und viele Kinder von kleinen Wölflingen bis zu den großen Rovern waren hier bei uns in Erfurt auf der Fuchsfarm. Ein Panorama Campingplatz.

Das Thema war die Zeitreise: am Freitag die Steinzeit mit Feuer machen, Zelte aufbauen und zusammen singen. Am Samstag kam erst das alte Ägypten, mit Papyrus, Kleopatra und Pyramiden. Dann mittags das Mittelalter. Feuer, ein Ritterturnier und bunte Kostüme waren Tagesplan. Und selbstverständlich die ganze Zeit begleitend pfadfindern, also als Team arbeiten, unter freiem Himmel die Natur erkunden und genießen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Und plötzlich entdeckt selbst ein Wölfling (7-10 Jahre), wie schön ein einfacher Sonnenuntergang oder ein Lagerfeuer sein kann, ohne dass man Uhren, Handy oder Internet braucht.

Ganz nach dem Motto „Zeit“ schlossen alle zusammen am Samstagnachmittag einen Gottesdienst unter freiem Himmel, mit Holzaltar, selbstgebautem Kreuz und einem großen Kreis, wo niemand ausgeschlossen wird. Ganz in Ruhe, ohne Zeitdruck bei Gott sein, als Gruppe mit Liedern oder Gebeten.

Glücklich und mit neuen Erfahrungen, die mal Erinnerungen werden, aber müde, fahren alle nach Hause in ihre Heimatstämme: Niederorschel, Heiligenstadt, Weimar, Uder und Erfurt.

Wir denken an die schöne Gemeinschaft und selbstverständlich hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen mit unseren Freunden. Ganz nach den Worten des Baden- Powell:

Ein Pfadfinder ist ein Freund zu allen und ein Bruder eines jeden Pfadfinders.

 

 

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