Friedenslicht aus Bethlehem kommt nach Thüringen

Erschienen am 23. Dezember 2013 in Berichte

lioba

 

14.12.2013, Votivkirche in Wien

Über 500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa und den vereinigten Staaten reden in vielen verschiedenen Sprachen wild durcheinander; die Lautstärke ist gewaltig. Wunderschön sieht es aus, wie die Nachmittagssonne durch die Fenster der beeindruckenden Kirche scheint. Und überall bunt gekleidete Menschen: in hellbeigen Kluften aus Deutschland, knallgrüne mit klassischem „Oranje- Halstuch“ aus den Niederlanden, rote Kluften aus Österreich und leuchtend blaue aus den USA. Jung und Alt, in verschiedenen Sprachen schnatternd, kommen hier zusammen. Alle diese Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus den verschiedenen Ländern haben nur ein Ziel:

Der Welt ein Zeichen des Friedens zu setzen. Es wird still in der Votivkirche. Ein Pfarrer erzählt von Kriegen, Hungernöten und Angst, erzählt, dass wir, gerade wir Pfadfinder, ein Zeichen setzen und uns für den Frieden einsetzen müssen.
Während er in die englische, französische, spanische und russische Sprache übersetzt, kommt ein Junge, 12 Jahre, den Mittelgang entlang. Er trägt ein Licht, nur eine kleine Kerze in der Hand. Dieser Junge namens Michael Weixlbaumer kommt direkt aus Bethlehem und hat dort in der Geburtskirche das Friedenslicht aus Bethlehem empfangen. Das Schweigen wird ehrfürchtig. Wir Pfadfinder warten gespannt, freuen uns, selbst dieses Licht entgegenzunehmen, später dann an andere weiterzugeben. Darauf haben wir das ganze Wochenende gewartet, haben die lange Reise aus aller Herren Länder auf uns genommen, mehrere Nächte im Pfarrheim mit 150 anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern in einem Raum geschlafen.Endlich ist es so weit. Die kleine Flamme wird von Michael weitergegeben, wird zu vielen kleinen Flammen, die alle die eine Idee des Friedens und einer freundlichen, rücksichtsvollen Welt in sich birgt.Wir sind froh, nach Thüringen, unsere Heimat, zurück fahren zu dürfen. Dort übergeben wir die kleine Flamme weiter an andere Menschen, die genauso hoffnungsvoll wie wir auf Frieden warten und hiermit ein Zeichen setzten wollen. Die Menschen bedanken sich und lächeln uns zu. Auch wir sind froh. Froh, dass wir unsere Aufgabe als Pfadfinder wahrgenommen haben und den Menschen zur Adventszeit und darüber hinaus Frieden, Hoffnung und guten Willen geschenkt

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