Roverhaik vom 30.09. bis 3.10.2011

Erschienen am 3. Oktober 2011 in Berichte

katha

 

Nachdem wir Anfang September erfolgreich unsere Roverstufe gegründet haben, hat am langen Wochenende vom 30.9. bis 3.10. unsere erste Aktion stattgefunden. Wir sind quer durch den Hainich gewandert. Unser Haik führte uns von Mühlhausen über den Waldbiwak im Nationalpark Hainich und Creuzburg bis nach Eisenach. Auf dem Weg des „Selbstständig Werdens“ haben wir das Lager in den Gruppenstunden vollständig selber organisiert. Da unser Leiter Ulf am Freitagabend keine Zeit hatte sind wir alleine bis nach Mühlhausen gefahren. Dort haben wir im Jugendkeller der Gemeinde Sankt Josef geschlafen. 

 

Am nächsten Morgen kam Ulf dazu und hat uns auch gleich mit einer Aufgabe fürs Laufen versorgt. Jeder durfte ein Kärtchen ziehen, auf dem je eins der fünf Roverziele stand: Roverpower (Einmischen), Rovermission (Hinterfragen), Roverspirit (Spiritualität, Religion), Roverfuture (Zukunftsgestaltung) und Interrover (Internationale Begegnung, globales Mitwirken). Jeder sollte sich zu seinem Thema den Tag über Gedanken machen. Nach einer kleinen Einführung zu diesen Themen und einem Morgenspiel ging es endlich los Richtung Hainich. Bei etwas zu warmem, aber schön sonnigem Wetter liefen wir über Wanderwege immer am Waldrand entlang. Nachmittags landeten wir an der Nationalparkgrenze, wo uns ein Ranger abholte und zum Waldbiwak führte. Dieser Lagerplatz lag an einer ruhigen Lichtung im Wald. Nach der Tour waren wir geschafft und glücklich angekommen zu sein. Doch es wartete schon die nächste Herausforderung auf uns: Im Kessel über dem Feuer kochen. Und dann mussten wir noch schnell unser Zelt einräumen, bevor es ganz dunkel wurde. Als alles fertig ein- und aufgeräumt war, haben wir uns gemeinsam ums Lagerfeuer gesetzt. Dort haben wir von unseren Einfällen zu den Roverzielen erzählt, heißen Tee geschlurft und uns über jede Menge andere Sachen ausgetauscht.

Am Sonntagmorgen haben wir erst mal alle verschlafen. Die Weckkraft der Sonne war doch geringer, als wir dachten. Bei der Morgenrunde gab es einen neuen Auftrag: Nun sollten wir uns zu den Themen vom Vortag unterhalten und Ideen und Meinungen von anderen hören. Am Vormittag haben wir die vielen Wanderwege im Hainich genossen und sind schnell vorwärts gekommen. Vorbei ging es an der „Betteleiche“ und der „Eisernen Hand“ bis nach Mihla. Dort haben wir entspannt und lange Pause an der Werra gemacht. Anschließend ging es weiter bis nach Creuzburg. Die Landschaft war weiterhin sehr schön. Doch gegen Ende wurde die Etappe von ca. 25 km (unsere längste Tagesetappe) sehr anstrengend. Alle waren heil froh an der Pilgerherberge endlich ihre dicken Schuhe ausziehen und sich hinsetzen zu können. Nach etwas Ruhe und leckerem Abendessen hatten wir wieder genug Kraft nochmal raus zu gehen. Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit gab es ein großes Feuer mit wenigen Menschen in der Stadt. Neben diesem Feuer haben wir den letzten Abend unseres Lagers verbracht. Wir haben versucht nochmal die Diskussionen des Tages zusammen zu fassen.>

Am Morgen sind wir pünktlich aufgestanden und zeitig los gekommen. Auf der Strecke von Creuzbug nach Eisenach war es schwierig unasphaltierte Wege zu finden. Irgendwann sind uns die Lieder die alle kennen ausgegangen. Aber wir waren passend für den Zug um 15.10 Uhr am Bahnhof. Und dann ging es auch schon wieder nach Hause.

Trotz allen Anstrengungen war das Wochenende ein Erfolg. Wir haben nicht nur über philosophische Themen diskutiert sondern auch viel gelacht, gequatscht, gesungen und gespielt.

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